JOHANN GEORG IV.
Der Bruder Augusts des Starken

[Andrea Martin]


15,00 

Beschreibung

Im Frühsommer des Jahres 1694 nahm die sächsische und europäische Geschichte eine plötzliche Wendung: Friedrich August I., dem man erst viel später den Beinamen August der Starke gab, bestieg den kursächsischen Thron. Das bis dahin durchaus nicht unbedeutende Sachsen und vor allem die Residenzstadt Dresden erstrahlten unter seiner fast vierzigjährigen Regentschaft in einem barocken Glanz, von dem sie bis heute zehren.
Eingeläutet wurde das Augusteische Zeitalter mit den Sterbeglocken für Friedrich Augusts älteren Bruder. Johann Georg IV. von Sachsen, ein junger Kurfürst mit Geist, Talent und Gefühl, starb im April 1694 in seinem 26. Lebensjahr. Drei Wochen zuvor war Magdalena Sibylla von Neitschütz, seine Geliebte und Mutter seines Kindes, vermutlich an den Pocken verstorben. Als sicher gilt, dass er sich bei ihr ansteckte und ebenfalls erkrankte. Ob die Krankheit letztlich auch bei ihm zum Tode führte oder ob Friedrich August infolge eines – vermutlich zweifachen – Tötungsdelikts an die Macht kam, ist letztlich ungeklärt.
Dieses Buch erzählt vom Leben des sächsischen Kurprinzen und späteren Kurfürsten Johann Georg IV., vom spannungsvollen Verhältnis der Brüder und von seiner Liebe zu Sibylla von Neitschütz, die schon zu Lebzeiten der beiden europaweit Aufsehen erregte. Es berichtet von den Umständen seines Todes und den merkwürdigen Ereignissen danach. Und es verzichtet auf das Klischee vom Fürstenspross, der seiner sinnlich-schönen, aber dummen und verderbten Geliebten verfallen war und von ihr und ihrer machtgierigen Mutter dirigiert wurde.
Vielmehr zeigt es einen energischen jungen Kurfürsten, der in der kurzen Zeit seiner Herrschaft überwiegend gewissenhaft, verantwortungsvoll und nachvollziehbar agierte. Dies allein schon gibt Johann Georg IV. eine Sonderstellung in der Reihe nicht nur der sächsischen Herrscher, und es gilt sowohl für sein Regierungshandeln als auch – und das sogar in besonderem Maße – für sein ganz persönliches Verhalten. Als einer der Kurfürsten des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation bewegte sich Johann Georg IV. in zentralen Feldern europäischer Politik. Er setzte sich selbstbewusst mit widerstreitenden Interessen auseinander, Intrigen und Machtspiele inbegriffen. Inmitten enormer Spannungen gab er alles daran, nach seinen Überzeugungen zu leben und seine Ziele und Hoffnungen zu verwirklichen. Dafür fand er zum Teil ungewöhnliche Lösungen. Letztlich ist seine Geschichte die eines Liebenden und seines tragischen Scheiterns – und offenbar ein noch immer ungelöster Kriminalfall.

ISBN: 978-3-89772-304-7

Festeinband mit Schutzumschlag
160 Seiten, 30 Abbildungen

Zusätzliche Information

Gewicht 250 kg

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[Andrea Martin]


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